Archiv für die 'Es war einmal...' Kategorie

Gold.

Donnerstag, 31. Dezember 2009 geschrieben von Syberia

Man kann es nicht aufschreiben.
Man kann es nicht haben.
Man kann dazu gebracht werden.
Man kann es geloben.
Man kann sich in es hüllen.
Man kann dazu verurteilt werden.

Es herrscht.
Es verschafft Zeit und dauert doch nur eine Minute.

Es kann es selbst und sein Gegenteil zugleich sein.
Es kann alles bedeuten und nichts.
Es kann beeindruckend sein.
Es kann töten.
Es kann tief sein, [...]

R.I.P.

Freitag, 19. September 2008 geschrieben von Syberia

deutsches
Bankgeheimnis.

Ich hatte sie alle

Sonntag, 8. Juni 2008 geschrieben von Syberia

Die schlimmsten und peinlichsten Studentenjobs liegen bei uns in der Familie. Mein Vater hat während seines Studium nächtens Eisenbahnwaggons im Akkord geschrubbt, Tabakpflanzen getrocknet, ist in Berlin als Bratwurst in den Straßen herumgelaufen und hat später am Fließband eines bekannten Würzmittelherstellers gestanden, wovon heute noch Kantinenbesteck in der Küchenschublade meiner Eltern zeugt (“Du, Papa, warum [...]

Bastelstunden

Donnerstag, 14. Februar 2008 geschrieben von Syberia

Die Kinder von heute haben es leicht. Mein Neffe hat mir zu Weihnachten eine Kerze geschenkt, bei der die Adjektive “krumm” und “schief” noch geschmeichelt sind. Macht aber nichts, der Docht ist so kurz, dass niemand es jemals schaffen wird, sie zu entflammen – dafür ist das Ding mit reichlich Glitzer bestreut, der überall [...]

Warum ich länger als geplant gebraucht habe, um Examen zu machen

Sonntag, 10. Februar 2008 geschrieben von Syberia

Auf die Frage meiner Eltern und anderer Verwandten, wann ich denn Examen machen würde, antwortete immer dasselbe: “Bald.” Das es länger dauerte, als geplant, lag nicht nur daran, dass ich halbtags arbeiten ging und abends gern den vielfältigen Verlockungen des Bochumer Nachtlebens oder der Attraktivität der Kommilitonen erlag. Es lag vor allem an dem Umstand, [...]

“Als mein Vater bei der RAF war”

Freitag, 14. September 2007 geschrieben von Syberia

- oder “Wie ich meinem Vater mal den Verfassungsschmutz auf den Hals hetzte”
Wenn die Gespräche der Erwachsenen interessant wurden, geschah das exakt zu dem Zeitpunkt, da man aufgefordert wurde die Tür des Kinderzimmers von innen zu schließen. Verdammt. Jahrelang konnte ich unter dem Esstisch komplett desinteressiert tun (“Mais pas devant les enfants!” – [...]

Aus meinem E-Mail-Briefkasten:

Mittwoch, 2. August 2006 geschrieben von Syberia

Früher war alles besser!
Als ich noch ein Kind war, haben mich die Erwachsenen immer zu Tode gelangweilt mit ihren ätzenden Abhandlungen über ihre eigene ach so harte Jugend, und wie schwer sie es hatten auf dem fünfundzwanzig Kilometer langen Fußmarsch zur Schule jeden morgen, Hin- und Rückweg immer bergauf und barfuß in ganzjährigen Schneestürmen die [...]

Lieber Christian,

Samstag, 10. Juni 2006 geschrieben von Syberia

diesen Brief wirst du nicht lesen. Ich schreibe ihn an dich für mich. Ich weiss, du liegst nicht hier unten. Ich stelle mir nicht genau vor, wo und wie du jetzt bist, aber ich weiss, du bist. Irgendwo, irgendwie. Ich glaube nicht daran, ich weiss es.
Was wäre wenn. Was wäre, wenn du am Steuer gesessen [...]

Bekloppte Dialoge revisited. Teil 1

Mittwoch, 28. September 2005 geschrieben von Syberia

Mieter 1: Sie putzen auch nie die Treppe.
Mieter 2: Datt müssen Sie grade sagen! Damals anno 1989 war dreizehn Tage lang sonn Katonk mit so Sachen bei ihn vor die Wohnungstür an stehn gewesen. Dreizehn Tage, datt muss ma sich ma vorstelln! Wolltense da drinne Ungeziefer züchten oda wie oder watt? Wie bei die Hottentotten! [...]

Der regen Nachfrage wegen…

Mittwoch, 28. September 2005 geschrieben von Syberia

von Leuten, die sie damals gelesen hatten und von Leuten, die sie noch lesen möchten, werden hier in loser Folge die “bekloppten Dialoge” von Ingeborch Schubiak wiederholt.