Ich hab’ da mal zwei Fragen
Sonntag, 18. Juli 2010 geschrieben von SyberiaDer gestrige Spieleabend hat mal wieder mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.
Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an mich, wenn Sie mir eine oder beide schlüssig bantworten können (mit Quellenangabe!):
Kommen Körnerbrötchen in vielen deutschen Haushalten überdurchschnittlich oft, in Sizilien aber weniger häufig als in Deutschland vor?
Haben der Duden und Wikipedia Recht und Zotten sind nichts anderes als Darmaustülpungen – oder nennen Schweizer Bürger die Fransen an chinesischen Lampen so?

Juli 18th, 2010 at 12:45
Wie so oft muss ich meine Gattin hier mal wieder korrigieren.
Die korrekten Fragen sind:
“Ist in vielen Haushaltenungen mehrfach vorhanden” zusammen mit “Ist in Sizilien doch wesentlich seltener als hierzulande”
Und bei der zweiten Frage ging es um ein Objekt, dass “hat entweder Haare, Borsten oder Zotten, aber keine Zähne”.
Für jeden normal denkenden geht da natürlich draus hervor, dass mit “Zotten” sowas wie “Zotteln” oder “Quasten” gemeint ist, denn das würde sich ja perfekt in die Aufzählung einfügen, während manche Personen krampfhaft darauf bestehen, dass damit sicherlich “Darmzotten” oder etwas ähnliches meint ist…
Juli 18th, 2010 at 12:46
Und wie so oft hast du keine Ahnung von nix! Da stehen keine Zotteln, sondern Zotten! Und ich kenne keine chinesischen Lampen mit Zotten dran!
Juli 18th, 2010 at 13:42
Zoten, Frau Ingeborch, werden gerissen. Und haben daher mit Haaren oder Borsten weniger was am Hut.
Juli 18th, 2010 at 14:50
An Lampen oder Vorhängen sind “Troddeln” dran. Wenn’s Ihnen was hilft.
Juli 18th, 2010 at 15:14
@Dr.P.: Etwas, das sie mit Lämmern gemeinsam haben. Ich bin übrigens Löwe. Also vom Sternzeichen her.
@Kristof: Genau. Oder Fransen. Aber keine ZOTTEN.
Juli 18th, 2010 at 17:33
Ist zwar keine chinesische Stehlampe, sieht aber so aus und hat Zotten die sich mit Wasser voll saugen können. Der Puli
Juli 18th, 2010 at 19:10
Der hat aber Zähne. Und wenn es tatsächlich Haardreadlocks gibt, die als Zotten und nicht als ZotteLn bezeichnet werden: die chinesische Lampe mit Tierhaaren dran möchte ich sehen…!
Juli 18th, 2010 at 19:33
Das Spiel kannte ich noch gar nicht, klingt aber toll, danke für den Tipp!
Juli 19th, 2010 at 08:11
Mal ne ganz andere Möglichkeit: Und wenn’s ein Druck-/Tippfehler war? Sowas kann ja vorkommen, auch bei Spielkarten. ZotteLn würde sich ja ganz wunderbar in die Reihe einfügen.
Juli 19th, 2010 at 09:51
Es gibt doch auch das Wort “zottig” – zottiges Fell z.B. steht für einen dicken Pelz, in dem einzelne Haare aufgrund ihrer Länge teilweise miteinander verfilzt sind (vgl. auch “zottige Haare” für einen ungepflegten Haarschopf beim Menschen – nie gehört den Ausdruck?).
Darmzotten passen doch perfekt auf die Kriterien – haben schließlich keine Zähne. Gilt natürlich auch für zahnlose Tiger …
Juli 19th, 2010 at 13:56
Ich hab nochmal genauer geschaut, und die Karte lautet “Hat Haare (Borsten, Zotten) aber keine Zähne”.
Allein durch die Klammersetzung dürfte klar sein, dass hier “Zotten” als eine Variante von “Haaren” genutzt wird. Das fehlende L mag ein Druckfehler sein, eher noch tippe ich aber auf einen schweizer Dialekt, denn daher kommt das Spiel.
Juli 19th, 2010 at 14:04
Also gut, die langweilige Methode: Zotten (Villi), sind Fortsätze bzw. Ausstülpungen des Organgewebes … In einigen österreichischen Dialekten wird das Wort Zotten auch allgemein mit der Bedeutung Haare verwendet, regional auch abwertend.
Juli 19th, 2010 at 15:56
Ich wusste es! Ich wusste es! Ich hätte gewonnen! Ich hätte gewonnen!
Juli 19th, 2010 at 15:57
Hrhrm. Aber das ist… nicht so wichtig. Denn natürlich spielen wir hauptsächlich, um… Spaß… zu haben.
Juli 20th, 2010 at 15:33
Natürlich, Frau Syberia!