Die 10 goldenen Regeln des Versandens

Freitag, 21. August 2009 geschrieben von Syberia

1. Beantworte grundsätzlich keine E-Mails.

2. Wenn du doch eine E-Mail beantwortest, dann schreibe nur, dass du die Mail so bald wie möglich beantworten wirst.

3. Vergiss diesen Vorsatz sofort wieder.

4. Wechsle deine Projektleiter häufiger als deine Unterwäsche (“Ja – kein Wunder, dass Sie keine Antwort bekommen haben, das Projekt betreut doch jetzt die Frau Sondermann!”)

5. Gehe nicht ans Telefon und lass deine Sekretärin/Kollegen/den Schülerpraktikanten ausrichten, es sei generell nicht möglich eine Nachricht zu hinterlassen, da dies den Leitlinien der Firma widerspräche.

6. Beraume viele, viele Meetings an, zu denen etliche Leute weite Reisen antreten müssen. Ignoriere die Fragen und Vorschläge, die dir vorab geschickt werden (Regeln Nr. 1 und 5!) und beginne jedes Mal von vorne mit deinen Mitarbeitern stundenlang darüber zu diskutieren, was du eigentlich willst. Komme immer zu dem Schluss, dass man offensichtlich noch viel zu klären habe. Bei einem neuen Meeting. Dessen Zeitpunkt man noch festlegen müsse. Irgendwann. Per Mail. Oder Telefon.

7. Wechsle dein Team noch häufiger als deine Projektleiter. Vier Mal innerhalb eines Jahres gilt als passabler Durchschnitt (“Aber das müssen Sie doch jetzt an die Larifari-Abteilung adressieren! Nein, nicht mehr schriftlich, nur noch als Mail! Frau Sondermann? Welche Frau Sondermann?”)

8. Ziehe zu jedem Meeting einen Mitarbeiter hinzu, der gänzlich neu in das Projekt einsteigt und erkläre ihm während dieses Treffens das Projekt, seine Aufgabe und seine Befugnisse. Diskutiere anschließend mit dem übrigen Team detailliert darüber.

9. Ignoriere Einschreibebriefe und wenn du doch auf einen solchen Brief antwortest, dann lass deinen Assistenten eine nichts sagende Antwort schreiben. Warte aber damit mindestens ein paar Wochen.

10. Wenn der Geschäftspartner/Kunde/Berater/sonstige Blödmann schließlich genervt aufgibt, nichts mehr mit dir zu tun haben möchte und seinerseits die 10 goldenen Regeln zu befolgen beginnt, nenne ihn unprofessionell und nicht belastbar.

12 Antworten to “Die 10 goldenen Regeln des Versandens”

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  2. mariong Says:

    Seit wann sind Sie im öffentlichen Dienst?

  3. Syberia Says:

    Ich dachte, dort wäre es noch schlimmer…

  4. Monakatz Says:

    Sie kennen meine Bank, oder? Ich habe mich in meinem Blog ja ausgiebig über diesen Laden ausgelassen …

    Übrigens danke für Ihren Besuch. Zu Ihrem Ansinnen, die Smileys mitzunehmen: Nur zu! Ich habe kräfig schmunzeln müssen, denn es waren die herrlichen Smileys in IHREM Blog, die mich dazu brachten, im Internetz nach mehr davon zu suchen. Besonders die Girlie-Smileys finde ich einfach unwiderstehlich.

    Ach ja, darf ich Sie bei mir verlinken? Büdde?!

  5. Syberia Says:

    Da müssen Sie doch nicht fragen.

  6. Monakatz Says:

    *Knicksmach*- und dann: Ächz … schraub …. schepper-plonk … so! Jetzt habe ich einen der vielen Kabelreste genutzt, um Ihren Blog direkt mit meinem zu verbinden.

    :-)

  7. Svenja-and-the-City Says:

    Das könnte durchaus auch bei uns im Amt spielen.
    Das Schlimme dabei ist: die Chefs haben unbegrenzte Redezeit für jeden Schwachsinn, während Indianer wie ich spätestens im zweiten Satz unhöflich unterbrochen werden.
    Ich hasse das!

  8. schmerles Says:

    machen Sie eigentlich Ferien oder den Hackblog so langsam zu?

  9. syberia Says:

    @Svenja: Machen sie das nicht alle?

    @monakatz: Bringen Sie den Mann bitte nicht auf Ideen, danke!

    @Herr Schmerles: Urlaub? Schön wär’s! Nee, wir haben eine Wohnung renoviert, sind am Wochenende umgezogen, renovieren jetzt die alte Wohnung und ich habe weder Telefon noch Internet, weil NICHTS klappt, wie es soll und ICH NOCH WAHNSINNIG WERDE! (Gucken Sie hier: http://www.derwesten.de/blogs/ingeborch)

  10. mariong Says:

    nicht wahnsinnig werden

    ich freu mich dass es nur die umstände sind.
    das gleiche wie herr schmerles frug ich mich nämlich auch.

  11. mein arsch Says:

    Genau genommen haben wir Internet mittlerweile, wir haben nur keine Computer um es zu benutzen, weil es keinen Platz gibt wo wir sie hinstellen könnten – und der USB-WLAN-Stick den ich vorgestern gekauft habe funktioniert mit Ubuntu nur ca. zwei Minuten pro Stunde.

  12. schmerles Says:

    dann will ich mal nicht weiter stören