Wo bekomme ich eine Katzen-Nanny her?
Donnerstag, 5. Februar 2009 geschrieben von SyberiaWas ich bisher für meine erfolgreiche Erziehung einerseits und für vornehme Manieren und Respekt der Katze andererseits gehalten habe ist perdu, seit ich vor ein paar Wochen angefangen habe Fisch zu essen. Vorher waren die Dinge auf meinem Teller schlichtweg nicht interessant genug, nun aber hat die Katz jegliche Zurückhaltung und Scham hinter sich gelassen und angelt den Fisch sogar aus der Pfanne (obwohl der Aufenthalt auf dem Küchentresen für alle Vierbeiner allerstrengstens untersagt ist: heißes Öl – Messer – Katzenhaare!). Egal wie oft ich sie schimpfend vom Tisch werfe, sie hüpft postwendend wieder hoch und nervt. Das mir die Bissen nicht direkt aus dem Mund geklaubt werden, ist alles. Muss das hartnäckige Mistvieh im Bad einsperren, um in Ruhe zu Mittag essen zu können.
Edit: Ich hatte doch irgendwo so ein Wassersprühdings für die Pflanzen…

Februar 5th, 2009 at 15:38
Unsere Katz hat sich schonmal mehrere tiefgefrohrene Fischfilets geklaut, die gerade frisch aus dem Eis zum Auftauen in der Küche standen. Lecker Fischeis, sozusagen.
Februar 5th, 2009 at 16:19
Fahren Sie ein Ablenkungsmanöver. Geben Sie der Katz ein paar Eismeerkrabben zu 10 EUR pro 500 g (aargh!), dann können Sie in Ruhe Ihren Fisch essen. Für das Wohl einer Katz muss man Opfer bringen.
Februar 5th, 2009 at 16:29
Das mit dem Aufenthaltsverbot auf Tisch und Arbeitsplatte gilt auch für unsere Katz, interessiert sie aber genauso wenig wie ihre. Die Blumenspritze is das einzige, was im Moment hilft… Benutzen wir schon seit mehreren Wochen, weil “Nein” und “NEIN” sagen, sowie vom Tisch verscheuchen schon lange nicht mehr ihre erhoffte Wirkung zeigen…
Und lernen tut sie nur eins dabei: Das sie nass wird, wenn sie was macht, was sie nicht soll. Aber manchmal ist sogar das egal, und sie bleibt trotz allem da, wo sie grade ist. Dann muss ich sie drei-, viermal nass spritzen, bis die erhoffte Reaktion kommt…
Man sollte meinen, dass irgendwo was im Kopf hängen bleiben sollte, siehe “Pawlowscher Reflex”, “Konditionierung” etc; aber: Pustekuchen…
Februar 5th, 2009 at 18:42
Das mit dem Wasser funktioniert nicht bei allen Katzen. Hast du es schon mal mit anpusten versucht, die meisten Katzen finden das ziemlich ätzend abgepustet zu werden. Unsere beiden verstehen das ausgezeichnet.
Deutlich “Nein” sagen (kennt sie das Wort schon?)
Feste ins Gesicht pusten
runtersetzen und irgnorieren, (also nicht anschauen, nicht mit ihr sprechen usw. das ist fast der wichtigste Teil)
Sie wird es wieder tun also wieder von vorn anfangen und die Nerven behalten, sie wollen wissen, ob wir sturer sein können als sie.
Ich arbeite grad mit unserem jugendlichen Kater wegen des Sofas, so ganz langsam kapiert er, dass mein Sofa kein großes Katzenkratzmöbel ist. Wenn er auch nur eine Kralle gegen mein Sofa erhebt, fliegt er raus. Glücklicherweise ist er so fixiert auf mich, dass ihm das wirklich was ausmacht.
Februar 5th, 2009 at 18:44
Ach so, ich spritze unseren Kater (wenn ich das mal mache) nie direkt an, sondern immer über ihn, glücklicherweise findet er das auch ziemlich doof.
Das Nein funktioniert bei Katzen ja so, die kennen es, wissen, was sie dürfen und versuchen es trotzdem.
Ansonsten kenne ich ne echte Katzennanny und kann dir bei Interesse ihr virtuelles Zuhaus zeigen. Ich finde sie gut, ich habe sie mal persönlich kennen gelernt, aber ich würde sie erst bei wirklich schwierigen Situationen in Anspruch nehmen. Aber das ist ja auch subjektiv.
Februar 6th, 2009 at 11:52
Die Katze ist sehr sensibel (außer es geht um Fisch), wenn ich sie anfauche oder anpuste, verschwindet sie erst mal ein paar Stunden unters Sofa. Krabben mag sie nicht (vielleicht ganz gut, bei dem Preis). Zukünftig wird sie etwas Zeit im Bad verbringen, wenn wir etwas kochen oder essen, auf das sie scharf ist…
Februar 6th, 2009 at 12:36
Ich habe diesbezüglich die einzig logische und den häuslichen Frieden erhaltende Möglichkeit gewählt: Fisch wird hier nur noch in doppelter Menge gekauft.
Dass ich im Februar ins 17. Bundesland fliege, um ein paar Tage Sonne zu genießen, Mallorcablüte zu fotografieren und Interview zu führen, ist eine Ausrede. Der Weg führt mich dorthin, um den spanischen Kater seinen spanischen Gamba-Hunger im spanischen Supermarkt an der spanischen Fischtheke zu stillen.
Zwischendurch hilft es, dem Katz ein, zwei, drei Sprotten mitzubringen …
Februar 6th, 2009 at 14:02
Unserer Katz ist das relativ egal, ob wir sie anfauchen oder anpusten. Bei ihr bringt es manchmal etwas, den Nackengriff anzuwenden. Allerdings muss man aufpassen, dass man beim Loslassen seine Hand schnell genug in Sicherheit gebracht hat. Madame könnte eventuell zubeißen, je nachdem wie sie gerade drauf ist.
Das rauswerfen interessiert sie ebenfalls nicht, ignorieren genauso wenig.
“Nein” kennt sie, am Anfang hat sie auch drauf gehört, aber im Moment ist es ihr herzlich egal. Ich hoffe, es ist eine Phase….
Februar 6th, 2009 at 17:27
Hihi, wenn ich das hier so lese, fällt mir immer wieder der Spruch ein:
)
“Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal”
Februar 6th, 2009 at 20:21
Extra für die Katz gekaufter Fisch vertrocknet im Napf.
Es ist nur eine Phase. Eine langjährige, aber nur eine Phase.
Genau so ist es…