I hate Mondays
Dienstag, 27. Januar 2009 geschrieben von SyberiaGestern die Großmutter von Herrn A. zum Arzt gefahren, der sie sofort ins angeschlossene Krankenhaus eingewiesen hat. Sechseinhalb Stunden damit verbracht, einen Rollstuhl zu besorgen, sie zu den Untersuchungen zu begleiten, ihr Geschrei zu ignorieren und ihr gut zuzureden, in ihre Wohnung zu fahren und alle Sachen zu packen, die sie benötigt, eine Telefonkarte beim Pförtner zu kaufen, der sich natürlich am anderen Ende des Geländes befindet, diverse Leute zu informieren, den Pflegedienst abzubestellen etc. etc.
Mal wieder wurden wir von mehreren Leuten interessiert dabei beobachtet, wie wir den Rollstuhl durch drei hintereinander liegende, nicht automatisch sich öffnende Türen bugsierten. Nachdem das zehn Mal passiert war, habe ich zwei jungen Türken, die uns die Außentür direkt vor der Nase zufallen ließen, ein ironisches “Dankeschön!” zugerufen, woraufhin ich dann prompt übelst angepöbelt wurde.
Um halb vier nachmittags hatten Herr A. und ich außer etwas Obst am Morgen noch nichts im Magen, mussten aber feststellen, dass nur ein einziges Restaurant geöffnet hatte. Leider gab es im Umkreis von fünf Kilometern keinen legalen Parkplatz, dafür aber ein patroullierendes Polizeiauto. Mit knurrenden Mägen sind wir deshalb bei MäcDoof gelandet (der Hunger treibt’s rein) und mein Fischmäc “Filet O’ Fish” bescherte mir bis in die Nacht hinein heftige Magenkrämpfe.
Zuhause haben wir erfahren, dass wir die Wohnung nicht bekommen, trotz Referenzen unserer bisherigen Vermieter, einer Empfehlung der Bank, einer Mietbürgschaft meiner Eltern und der angebotenen “Verdienstbescheinigung” eines Kunden.
Die Mutter von Herrn A. ist auf einem vereisten Gehweg gestürzt – natürlich aufs lädierte, frisch operierte Knie. Sollten wir nicht erfahren, aber meine Mutter hat sich verplappert.
Kaum hat die Katz damit aufgehört, sich nach jedem Fressen zu übergeben, hat der Kater diese Aufgabe übernommen.
Das Baby der Nachbarn links von uns bekommt Zähne. Der Nachbar rechts hat auf seinem Balkon eine Schreinerei installiert.
Kann mich bitte jemand auf eine sonnige Insel beamen? So richtig weit weg und inklusive Liegestuhl, einem Tablett voller hochprozentiger Cocktails und einer Massage?

Januar 27th, 2009 at 12:27
Au weia, Realsatire allererster Güte.
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Das mit dem Tür aufhalten kenn ich, ich hab immer n schlechtes Gewissen wenn ich mal vergesse, nach hinten zu gucken. Aber wenigstens hab ich dann noch den Anstand, mich zu entschuldigen
Der Rest erinnert mehr an: Lächle, denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte, und es kam schlimmer.
Ich reich dir mal einen virtuellen Berg Schokolade aka Nervennahrung rüber
Januar 27th, 2009 at 17:29
Mir letztens passiert:
Einem Rollstuhlfahrer die Tür aufgehalten, und von ihm sogleich beleidigt worden. Wie mans macht, man mach es falsch.
Januar 27th, 2009 at 20:18
Manchen Leuten möchte man den Knigge auf den Kopf hauen…
Januar 28th, 2009 at 23:15
Ei ei ei… das is ähnlich wie bei uns grad. Waren gestern im KKH bei ihr, allein der Hinweg hat knapp eine halbe Stunde gedauert. Gestern hat sie erfahren, dass Sie entlassen werden soll. Wie sie erzählt hat, sollten wohl die Pfleger und Schwestern ihre Tasche packen… Das hab ich dann lieber für Sie erledigt. Ihre Wäsche mitgenommen, hier bei uns heute gewaschen, morgen oder übermorgen fahren wir zu ihr ins Heim und bringen ihr die Wäsche.
Ich mag auch nich mehr, aber schon lang. Dabei is das Jahr noch keinen Monat alt…
Februar 3rd, 2009 at 19:34
Frau Sheherazade, das klingt wie mein Tag heute. Öhrchen steif halten. Kommen wieder bessere Zeiten.
Gar nicht merkwürdig ist, liebe “Doris”, wie absichtlich fies ich zu Spammern wie dir bin. Anonymität im Netz ist eine Illusion.
Februar 19th, 2009 at 10:18
8-/ ?
Februar 19th, 2009 at 17:07
Da war mal Spamdreck.
Februar 20th, 2009 at 09:26
|-)