Faxen dicke
Dienstag, 29. Juli 2008 geschrieben von SyberiaWieso raten einem gerade die Leute vehement davon ab, eine Wohnung zu kaufen, die schon vor Jahren in Immobilien investiert haben oder dies konkret planen? Weshalb jammern gerade die Leute am meisten darüber, wie schlecht es ihnen finanziell ginge, die es am wenigsten nötig haben?
Laut jaulen, dass man die Rechnung “zur Zeit” nicht begleichen könne, da man selbst noch nicht bezahlt worden sei, dazu der Kindesunterhalt, die laufenden Kosten, die steigenden Preise – und dann ein Hunderttausend-Euro-Auto kaufen und die Primadonna geben, wenn die Mahnung im Briefkasten liegt.

Juli 29th, 2008 at 07:29
Ja, ja, das Ego …
Juli 29th, 2008 at 09:01
Ja, aber dickes Auto ist doch unverzichtbar und existentiell. Wie Flachfernseher. Sie müssen mehr Verständnis haben.
Juli 29th, 2008 at 09:18
Mit welchen Argumenten rät man denn jemandem ab, in Immobilien zu invetsieren? “Wart ma ab, in 10 Jahren kost das nur noch die Hälfte”?
Was die Prioritäten beim Bezahlen angeht, hab ich schon während des Studiums meine Illusionen begraben dürfen als ich im Call-Center von Premiere gearbeitet habe. O-Ton: “Könnse mich nicht noch mal freischalten? Ich bezahl ja auch, aber das Kindergeld ist noch nicht da.”
Juli 29th, 2008 at 09:24
weiß nicht.
für mich:
lieber gebrauchtes altes haus
Wohnungseigentümergemeinschaften sind die pest.
Ist das Haus alt/kaputt/wertlos geworden, hat man 1 Grundstück.
Ist die Wohnung alt/kauputt/wertlos geworden, hat man nix mehr.
Nachbarn in der Eigentumswohnung nerven mehr als in der Mietwohnung.
Juli 29th, 2008 at 09:50
Dass muss dich nicht weiter stören. Aber wenn dir einer von einer Wohnung abrät, dann ist er dein Freund. Tatsächlich ist jetzt nicht der Zeitpunkt Immobilien zu kaufen, sondern welche zu verkaufen um aus den Hypotheken heraus zu kommen.
Wenn der Preisverfall der von den USA, England, Spanien, Griechenland und in Anfängen auch schon Frankreich überrollt, in Deutschland angekommen ist, ist es zu spät dafür.
Wohnungen haben immer den Nachteil, dass es eine sehr starke Nutzungbegrenzung und immer einen fragwürdigen Wiederverkehrswert gibt.
Ach, ja. Die, die Klagen bekommen bald Grund dazu. Das Auto ist vom Leasing, mit dem Chrysler in den USA gerade Schluss gemacht hat und wird wohl das letzte auf diesem Weg gewesen sein. Spätesten bei der Schlussabrechnung kommt dass bittere Erwachen, weil sich kein vernünftiger Verkaufspreis bilden lässt.
Juli 29th, 2008 at 10:46
Beim Immobilienkauf zählt nur eins: Lage, Lage, Lage. Nur 1a-Lage behält ihren Wert – wenn man Glück hat. Was man sich als Normalo in normaler Lage leisten kann wird weniger wert, dafür sorgt schon die rückläufige Bevölkerungsentwicklung.
> Ist die Wohnung alt/kauputt/wertlos geworden, hat man nix mehr.
Ähm doch, Kosten hat man.
Juli 29th, 2008 at 11:00
Ich weiß nicht, beim Immobilienkauf kann Lage sich schnell relativieren. Im Moment zählt für mich bei Immobilienkauf zur Zeit nur die Frage, wie man den Kauf finanzieren kann. Wird der größte Teil noch zwischenfinanziert, bin ich J. Hoffs Meinung.
So oder so, im Grunde ist das Gesülze über Geld hierzulande wirklich nicht mehr lustig. Arbeitslose hören dann im Schluss immer noch den Lieblingssatz «Ich weiß, das ist Jammern auf hohem Niveau.» Ich denke dann immer: «Und warum jammerst Du dann?» Ein bisschen lobe ich mir die Kultur in anderen Ländern, wo diese Themen untereinander ein Tabu sind.
Juli 29th, 2008 at 13:14
Wir wollen kein Haus kaufen, es ging mir mehr um das “ich rate anderen von etwas ab, von dem ich selbst aber profitiere”-Prinzip.
Ich habe einige Jahre bei einer Bank gearbeitet, da waren es die Versandhaus-Besteller, die gejammert haben, sie wollten den Dispo erhöht haben, damit “ich mit den Kindern mal auf die Kirmes gehen kann”.
Solchen Leuten wie der Millionärsgattin, die nix gelernt und den ganzen Tag nichts anderes als ihre “Schönheits”pflege im Kopf hat und die neulich im Fernsehen über die Faulheit und den mangelnden Ehrgeiz der Arbeitslosen herzog, denen wünsche ich mal tatsächlich arm zu werden.
Juli 29th, 2008 at 14:59
Liebe Syberia, war das die, die dann beim Friseur war und hinterher für das viele Geld … naja, nicht viel schöner aussah?
Inzwischen denke ich da ja nur noch: bin ich froh, nicht in so einer Redaktion zu arbeiten und so einen sch… täglich produzieren zu müssen. Obwohl … ich habe ja jetzt zumindest das softwaretechnische Grundwissen zur Videojournalistin.
Juli 30th, 2008 at 16:58
Das war ein Bericht von Spiegel-TV (oder Stern?) über reiche Menschen