Hinterhältige kleine Pelzkugel

Donnerstag, 20. Dezember 2007 geschrieben von Syberia

Heute morgen räkele ich mich mich noch gemütlich im warmen Bett, als ich bemerke, wie der Katz ein dickes, weiches Flauschpfötchen auf meinen Nacken legt. Vorsichtig tastet sich das Pfötchen einen Weg unter meinem Haar durch und ich bin ganz gerührt, wie behutsam und wolkenweich der Katz vorgeht. Was sind Katzen doch für einmalige Tiere, so anmutig und einfühlsam! Dann noch ein kurzes Herumgetatzel, bis er die richtige Stelle gefunden hat – und nadelspitze Krallen bohren sich in meine Haut, während mir gleichzeitig der Wunsch der Befehl ins Ohr geröhrt wird, endlich aufzustehen und Frühstück zu machen. Was sind Katzen doch für hinterlistige, egoistische kleine Mistviecher!

9 Antworten to “Hinterhältige kleine Pelzkugel”

  1. creezy Says:

    Wieso, Du wolltest doch eh aufstehen … ich mag es ja, wenn sie glauben meine Haare wären Mamas Zitzenebene und vor sich hinnuckeln … besser wecken geht nicht. Im nächten Leben werde ich auch Katzenmama.

  2. Kristof Says:

    Katzenhandschuhe über die Krallen ziehen. Werden schon sehen, was sie davon haben, die Biester …

  3. Syberia Says:

    Frau creezy, Sie sind schon hoffnungslos vereinnahmt.

    Das dürfte ähnlich lustig werden, Kristof, wie mein (einmalig gebliebener) Versuch vor Jahren, der Katz ein Geschirr anzulegen zwecks eines gemeinsamen Spazierganges. Noch heute, wenn ich nur daran denke, steigen mir Tränen des Schmerzes in die Augen, angesichts des Verwüstungsgrades des Schlafzimmers und meiner Unterarme.

  4. Kristof Says:

    Ja, ich erinnere mich auch an die Diskussionen über die Verabreichung einer Katzenpille hier … *seufz*

  5. Barbara Says:

    Haha, ich hatte schon darauf gewartet, dass der Katz mit der Pfote vorsichtig einer (z.B.) Spinne hinterhergepatscht hat, die über den Nacken wanderte. Die Krallen kommen ja erst beim Festhalten zum Einsatz.

    Meine beiden Kater kommen jeden Morgen aufs Bett, aber harren geduldig wartend der Dinge, bis sie endlich ihr Futter bekommen. Nachts dürfen sie nicht mehr ins Zimmer, seit sie mehrfach ihre Mausbeute mitgebracht und einmal auf meiner Bettdecke zerstückelt haben (ich hatte ins feuchte Stückwerk hineingetastet, uah).

  6. Syberia Says:

    Meine werfen uns nur nassgekaute Fellmäuse ins Gesicht und DAS ist schon eklig genug.

  7. Kristof Says:

    Bah!

  8. creezy Says:

    Ich war mal Katze, mich kann das nicht schrecken. Obwohl ich über Amselhirn in meinem Bett auch nicht näher nachdenken möchte. Das ist ja Horrorfilm-Stoff.

  9. Patrick Says:

    Da fällt mir rucki zucki das hier ein:

    http://blog.patrickkempf.de/2007/video-aufwachen/ :-)