Spass mit der H** Anschaffenburg
Montag, 26. November 2007 geschrieben von SyberiaIch habe heute Nacht von vielen kleinen Modellfeuerwehrautos geträumt, welche mich verfolgten, während ich einen Berg hochrannte. Im Schlaf treibe ich nur ungern Sport, aber mein Unterbewusstsein versuchte mir wohl vehement mitzuteilen, dass ich mich leichtfertig einer dringend zu erledigenden Aufgabe entzogen hatte. Damit es mich in der nächsten Nacht wieder unter schattigen Palmen an einem zuckerpudrigen Sandstrand sonnenbaden lässt, während ein verwegener Pirat der aussieht wie George Clooney trat ich heute Morgen ans Telefon und wählte eine bestimmte Nummer.
Frau Hahnenkamm: Hahnenkammkundenbetreuungmünzkontorh** gutenmorgenwaskannichfürsietun…
Ich: Guten Tag, Frau Hahnenkamm! Ich folge hiermit Ihrer schmeichelhaften Einladung zum Thema “Ist das System der Feuerwehren heute noch zeitgemäß” und möchte Ihnen sehr gerne meine Meinung – äh… meine durch jahrelange Forschung erworbenen Fachkenntnisse zuteil werden lassen!
Frau Hahnenkamm: Was?
Ich: Sie haben mir einen Brief geschrieben.
Frau Hahnenkamm: *leicht depressiv* Wir schreiben viele Briefe.
Ich: Dies zu aus Ihrem Munde zu hören, vermag mich ein klitzekleines, aber nicht vernachlässigendes bisschen zu kränken, hegte ich doch die Illusion, dass Sie gerade mich ausgewählt hätten, Ihnen wichtige Informationen zum Thema “Ist das System der Feuerwehren heute noch zeitgemäß”-…
Frau Hahnenkamm: Geht das um den Feuerwehrbrief?
Ich: Korrektamente, Frau Hahnenkamm, korrektamente. Es geht um jenes Schreiben, indem Sie – nein, nein, nicht Sie persönlich, Frau Hahnenkamm, es ist mehr die Firma, für die Sie tätig sind – dringend Ihr Begehren ausdrücken, sich meiner Mitwirkung an Ihrer Studie “Ist das System der Feuerwehren heute noch zeitgemäß” versichern zu wollen. Meine vorrangige These lautet diesbezüglich: “Zurück zu den Pferden!”.
Frau Hahnenkamm: Äh… Was?
Ich: Ich vertrete diese These keineswegs leichtfertig, Frau Hahnenkamm, keineswegs! Vielmehr habe ich nach eingehenden, doppelblinden Feldforschungen an Wildkaninchen-…
Frau Hahnenkamm: Was?
Ich: *streng* Frau Hahnenkamm, ich habe nicht den Eindruck, dass Sie sich Notizen machen. Ich vernahm nicht das wohlfeile Geräusch, das tippende Finger auf einer Tastatur oder ein über ein Blatt Papier tanzender Bleistift-…
Frau Hahnenkamm: Ich verbinde Sie mal.
Ich: Ach, Sie sind die Krankenschwester? Dabei wollte ich doch-…
Herr Obermeier: Obermeier!
Ich: Einen schönen guten Tag, Herr Obermeier. Es geht um Ihre wissenschaftliche Erhebung zum Thema “Ist das System der Feuerwehren heute noch zeitgemäß”, zu der Sie mich – gleichermaßen schmeichelhaft wie berechtigt – als Expertin befragen möchten.
Herr Obermeier: Was?
Ich: Wie ich bereits Ihrer Kollegin Frau Hahnenkamm sagte: meiner Meinung nach wäre es hübscher, die Feuerwehrwagen wieder von Pferden ziehen zu lassen. Das mag sich für Sie in unserem heutigen hochtechnisierten Zeitalter wie ein Anachronismus ausnehmen-…
Herr Obermeier: Waswaswas…?!
Ich: … doch wollen wir nicht den umweltfreundlichen Aspekt von uns weisen, der darin begründet liegt-…
Herr Obermeier: Wer sind Sie?
Ich: … darüberhinaus würde es das Image der Feuerwehr ungeheuer - verzeihen Sie mir diesen jugendsprachlichen Ausdruck – aufpepppen, gerade in Bezug auf die zukünftig potentielle Kundschaft, die es heute schon zu umwerben gilt, da in nur wenigen Jahren-…
Herr Obermeier: Was?
Ich: Kinder mögen Pferde.
Herr Obermeier: *leise Kopfkratzgeräusche*
Ich: Nun gut, nun gut, Sie haben recht. Es könnte zu Verzögerungen zeitlicher Art kommen, wenn man nicht gerade zweihundert arabische Vollblüter vor einen Wagen spannt… die dürften allerdings auch schwer zu handhaben sein… Herr Obermeier, lassen Sie uns meine These doch spontan gemeinsam ein wenig überdenken…
Herr Obermeier: Wer sind Sie? Was wollen Sie? Sie wollen mir doch was verkaufen! Wenn Sie was verkaufen wollen, müssen Sie mit dem Einkauf sprechen. Aber ich sage Ihnen gleich, wir kaufen nichts.
Ich: Das verstehe ich sehr gut, denn das geht mir genau so. Dann sind wir uns ja schneller einig, als ich zu hoffen wagen durfte.
Herr Obermeier: Was?
Ich: Noch einen schönen Tag, Herr Obermeier – und grüßen Sie mir Frau Hahnenkamm recht herzlich!
Herr Obermeier: Ja… vielen Dank… Ihnen auch… äh…

November 26th, 2007 at 12:26
Oh nein das hast du / haben Sie nicht wirklich gemacht?
)?
Wie geil…
Wenn ich das mal recht interpretiere, wolltest du / wollten sie bewirken keine Belästigung in schriftlicher Form (auch Spam genannt) von der Firma münzkontorh** mehr zu bekommen? oder hatte es doch einen anderen Grund (eventuell der verkauf von Produkten
Auf jeden Fall sehr amüsant danke.
(btw. warum das du/sie Geschwafel… ich habe mich letztens bei einem Blogreply mächtig in die Schei(b)e gesetzt als ich mit du anfing.)
November 26th, 2007 at 14:57
Windmühlen Frau I.! Windmühlen!
Und Herr A. ist wie immer Sancho Panza, wage ich anzunehmen.
November 26th, 2007 at 15:24
*prust*
(ich weiss, immer diese sinnvollen intensiven kommentaren von meiner seite, aber ICH kann nichts dafür, wirklich!)
November 26th, 2007 at 20:21
Du bist ja schon ‘ne kleine Bloggöttin.
November 26th, 2007 at 21:39
nein. eine große.
November 27th, 2007 at 10:47
November 28th, 2007 at 20:20
Brüüüüüüüüül – ich habe Pipi in den Augen. Und meine Freundin rutschte gerade von der Couch vor lachen, als ich ihr den Artikel vorlas.