Von Höcksken auf Stöcksken

Freitag, 17. August 2007 geschrieben von Syberia

Das Leben ist… kein langer, ruhiger Fluss.
Sterben müssen heißt… sich verabschieden müssen.
Menschen können… die Folgen ihres Handelns nur mittelbar vorhersehen.
Menschen sollten… den Planeten Erde als angenehmen Lebensraum für alle Lebewesen erhalten.
Die Welt braucht… “love, sweet love, it’s the only thing, that there’s just too little of”.
Das Wichtigste im Leben ist… zu lieben und geliebt zu werden, so wie man gerade ist.
Unwichtig ist… sich über Dinge aufzuregen, die man nicht beeinflussen kann.
Vergangenheit ist… das Gedöns links neben der Gegenwart..
Zukunft bedeutet… eine Sprache zu lernen, indem man eine Pille einwirft, fliegende solarbetriebene Autos, sonntägliches Kaffee(oder was die sonst so)trinken mit Ausserirdischen auf dem Pluto, Babelfische im Aquarium…
Zeit ist… eine Einteilung in willkürlich festgelegte Abschnitte.
Liebe ist… der Sinn des Lebens.
Freunde haben ist… das Zweitwichtigste im Leben.
Glück ist… das Hitchcocksche MacGuffin des Lebens.
Gefühle sind… im Bauch oder im Herz zuhause.
Konflikte bedeuten… Stress.
Hoffnung ist… wenn der Glaube über die Einsicht siegt.
Glauben können ist… ist Unbeweisbares zu wissen.
Träume sind… die Lauge in der Waschmaschine des Bewusstseins.
Visionen sind… Erscheinungen aus Bollogköpfen.
Veränderung bedeutet… Bewegung.
Stagnation bedeutet… eine konjunkturelle Phase, in der die wirtschaftliche Entwicklung weder ein Wachstum noch einen Rückgang verzeichnet. (siehe auch Kapitel 2, Absatz 4 aus der beliebten Reihe “Von Herrn Prof. Dr. XYZ nnütz eingebimstes, da in jedem Lexikon nachschlagbares Wissen”)
Ich brauche… Ach herrje. Das ist jeden Tag unterschiedlich. An manchen ist es nur ein freier Parkplatz in der Innenstadt, an anderen Tagen findet eine immense Wunschlistenbeschreibung innen statt.
Angst habe ich vor… dem Aufenthalt in einem fliegenden Flugzeug.
Mut bedeutet… trotzdem eins zu besteigen und bis zur Erreichung des Zielortes drin zu bleiben.
Das Allerschwerste ist… sich dabei nicht auszumalen, welche der Passagiere Terroristen sein könnten, unter welchem Stress Fluglotsen heutzutage leiden, unter welchen suizidalen Depressionen der Pilot eventuell leidet, wie zerstreut Techniker mit Bergen von in Nachtschichten angehäuften Überstunden sein können und das dieses Ding, das sich zwischen mir und dem Nichts befindet, überhaupt nur eine dünne Aluminiumröhre mit unübersichtlich vielen Kabeln, ein bisschen kaschierendem Teppich und ein paar Sitzen auf Schienen ist.
Es ist so leicht… nichts zu tun und sich vom Nichtstun auszuruhn.
Verlieren bedeutet… jedes Jahr einen neuen Regenschirm zu kaufen.
Gewinnen heißt… sechs Richtige plus Zusatzzahl im Lotto.
Perfekt sein bedeutet… komplett anders zu sein als der Rest der Menschheit.
Versagen bedeutet… dass keine Terroristen an Bord sind, der Pilot ein glücklicher Mensch ist, das Flugzeug tiptop gewartet wird, aber dass erst in der Luft bemerkt wird, dass die Spritanzeige auf Null steht.
Verlust ist… eine Lektion in Loslassen.
Schmerz ist… herzhaft in eine Apfeltasche von MäcDoof zu beissen, nachdem man mit der Zunge umsichtig die Teighülle abgetastet und für lauwarm befunden hat – drinnen befindet sich dann nämlich GLÜHENDE LAVA.
Arbeiten bedeutet… etwas in meinem Kopf Vorhandenes in etwas Anfassbares zu verwandeln.
Geld bedeutet… ein attraktives Tauschmittel.
Leistung ist… das Erreichen eines Ziels.
Stärke ist… jedem auf Augenhöhe zu begegnen.
Phantasie kann… auch ihre Schattenseiten haben. Zum Beispiel, wenn man nachts allein im Bett einen spannenden Krimi liest und einen knarrenden Holzfußboden und zwei nachtaktive Katzen besitzt…
Kreativität ist… megageiles Kopfkino.
Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen… sind Nervensägen, denen ich tunlichst aus dem Weg gehe.
Gerechtigkeit ist… nicht unbedingt identisch mit Recht&Gesetz.
Heiterkeit ist… das Salz in der auch mal faden Suppe des Lebens.
Meine Phantasie, meinen Sinn für Humor, meine Kreativität, mein Umgang mit Sprache mag ich an mir besonders.
Nichts …hasse ich an mir. Hm… gibt Dinge, die ändern will, weil sie mich bremsen/nerven/hindern. Der schier unbezwingbare Drang, die Wohnung auf Hochglanz zu wienern, wenn Muttern anreist zum Beispiel… Aber etwas hassenwertes? Hm. Nee. Da ist nix.

(via Frau Kaltmasell)

3 Antworten to “Von Höcksken auf Stöcksken”

  1. Kristof Says:

    Jaja, “Schmerz ist”. Das geht auch mit diesen vermaledeiten Frühlingsrollen in unserer Kantine. ARGH!

  2. Syberia Says:

    Wenn man in Frühlingsrollen piekt, entstehen oft hübsche kleine Vulkane :-)

  3. Kristof Says:

    Ja, mit so Wölkchen, wie beim kleinen Prinzen.