So bewirbt man sich bei einem Bestattungsinstitut
Sonntag, 29. Juli 2007 geschrieben von SyberiaFür die Stelle als Bürokaufmann oder Frau möchte ich mich hiermit bewerbern. Ich habe grosses Interesse an Menschen und Sachen. Im Februar 2007 habe ich in ein Praktikum bei einer Tankstelle erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Menschen gemacht und möchte diese auch in Sie einbringen.
Ich habe den PKW-Führerschein und für Mofa. Ich wohne derzeit in XYZ, bin 18 Jahre alt und meine Mutter auch bei der ich zurzeit noch wohne. Meine Hobbys sind Musik und Computer. Ich kann als Fremdsprachen Englisch und natürlich Deutsch. Deutsch habe ich gute Kenntnisse, Englisch weniger.
Es würde mich freuen wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen und behalten würden, da ich schon immer den inneren Wunsch verspürt habe mit toten Menschen was zu machen. Ich bin gewiss der geeignete Kanidat.

Juli 29th, 2007 at 22:54
Brillant!!
Als Werbetexter kann ich zu diesem Beiitrag nur meine anerkennende Wertschätzung zum Ausdruck bringen!
Dieser Text ist einfach Spitzenklasse, wenn er authentisch ist – dann verleiht genau dieser Umstand ihm seine Grandiosität.
Denn dieses Schmuckstück so zu texten ist ein mentaler Klimmzug der weltmeisterliche Anerkennung verlangen würde.
In diesem Sinne, entspannte und erfreut schmunzelnde Grüße aus Hamburg!
Andreas Herrmann
Werbetexter aus dem Hause Schreibstall.com
August 6th, 2007 at 15:25
Der erste Absatz ist ja der Burner. Die Bewerbung ist nicht ernst gemeint, oder?
August 11th, 2007 at 09:53
Nachfolgendes stammt nicht aus meiner Feder, sondern ist eine Blog-Antwort (von woanders) auf das Bewerbungsschreiben:
“Tankstelle, Mutti, was mit Toten machen – das, unbekannter Bewerber, verdient Anerkennung und sollte Sie, werter Herr Undertaker, vielleicht animieren, nochmals über dieses ausgezeichnete Schriftstück und die damit einhergehende Entscheidung nachzudenken. Schließlich war der unbekannte Bewerber in der Lage, Schwieriges wie das Leben in ein paar Worten recht simpel zu erklären. Respekt.”
Haha. Den Kommentar – wie auch die meisten in diesem Blog – finde ich sehr geistvoll, intelligent und mindestens so amüsant wie die Beiträge von Frau Syberia herself. Respekt meinerseits auch hierfür.