Haarige Angelegenheit
Mittwoch, 25. April 2007 geschrieben von SyberiaStellen Sie sich vor, Sie warten vor einer gläsernen Bürotür auf einer niedrigen Sitzgelegenheit vor sich hin. Am Schreibtisch hinter der gläsernen Tür sitzt, Ihnen zugewandt, eine Angestellte. Drall. Mitte 40. Breitbeinig. Mit Rock.
Gehen Sie nun hin und machen Sie sie dezent darauf aufmerksam, das es zwischen ihren Schenkeln (von Wäscheherstellern wird dieser Farbton gerne “champagner” genannt, aber machen wir uns nix vor, die Dinger sind einfach nur) polysterbeige hervorblitzt und dass… wie drücke ich das jetzt mal diskret aus… die Dame noch nie davon gehört hat, das äh… wild wuchernde Büsche zumindest gepflegt gestutzt werden sollten?
Stellen Sie sich nun vor, dass Ihre Sitznachbarn sich bereits auf die AusEinsichten Ellbogen in die Seiten stossend aufmerksam machen und Sie der Frau helfen möchten – aber hineingehen und eine Fremde einfach so auf diese delikate Situation ansprechen? Nee. Nee, nee, nee.
Tja. Was tun? Geben Sie nonverbale Hinweise? Schreiben Sie einen anonymen Brief? Oder tun Sie wie ich feige so als wäre nix?

April 25th, 2007 at 21:02
also… mmh. ne ansprechen wuerd ich auch nicht. aeh als typ ja sowieso mal nicht.
vielleicht nen zettel schreiben und bei gelegenheit auf den tisch legen… (also wenn man sonst nix mit ihr zu tun hat. voellig fremde also) ansonsten kann es bei der weiteren zusammenarbeit schon oehm etwas “arkward” sein.
April 25th, 2007 at 23:54
Was woll’n ‘se denn auf einen Zettel schreiben? “Sie brauchen ein Intimrasur”?, “Die Wahl ihrer Unterwäsche lässt zu wünschen übrig”?
Geht doch gar nicht. Ignorieren und so tun als ob nix ist.
April 26th, 2007 at 06:57
Geht eher darum, dass sie keine Ahnung hat, dass man sehen kann, was man nicht sehen sollte. Ich kenn die zwar überhaupt nicht, bin heute Mittag aber wohl wieder auf dem besagten Flur…
April 26th, 2007 at 10:26
Sagen. Vielleicht verschlüsselt, indem man sie darauf hinweist es wäre besser sie trüge Jeans oder so. Man sähe dann nix.
Wer, bitteschön, nimmt Rücksicht auf IHRE Befindlichkeiten?
Na also!
April 26th, 2007 at 11:14
Was tun?
Na Foto schießen und hier bloggen.
Was denn sonst?
April 26th, 2007 at 17:25
Ich würd’s sagen, so in Frageform. “Ist es beabsichtig, das man Ihre…?” Nett, vielleicht witzig, jedenfalls direkt.
Wobei ich mit der Antwort rechne, dass sie sich der Glastür sehr wohl bewusst ist (falls sie dort nicht den ersten Tag arbeitet). Ansonsten wird sie mir dankbar sein. Ich bin jedenfalls immer froh, wenn mich jemand auf Peinlichkeiten hinweist.
Manche Menschen mögen übrigens diese Art des Kompromittierens [verdecktes Rampenlicht]. Wenn sonst schon niemand mehr hinguckt, dann halt so.
April 27th, 2007 at 00:45
[...] Ich lieg grad auf dem Boden. [...]
April 27th, 2007 at 07:51
he frau syberia, ist das zufällig bei einer firma , die mit e anfängt und in einer straße liegt, die mit einem vogelnamen beginnt?
April 29th, 2007 at 08:30
Nee. (Gibt’s da noch mehr von?)
April 29th, 2007 at 19:14
Schon mein zweiter Kommentar heute.
Was mir dazu einfällt:
Ich war vor ein paar Monaten mit 4 Kolleginnen essen. Die neben mir schiebt ihren Stuhl zurück und beugt sich nach vorne. Diese Bewegung macht ihre Jeans aber nicht ganz mit. Währenddessen schaue ich in Ihre Richtung.
Sie: Hast Du meinen Slip gesehen?
Ich: Ja, ist das nicht modern heute? (Ernst gemeinte Frage, da ich schon öfter ähnliche Situationen hatte)
4 Frauen: Wahnsinniges Gelächter
Mai 1st, 2007 at 19:10
Ich würd ja ein unverfängliches Gespräch über völlig durchsichtige Glastüren anfangen und dann zu einer Geschichte überleiten, die mal einer Freudin von einer Kollegin von einem Bekannten passiert ist, an einem Tag an dem die Dame Jeans trägt.
Aber ich bin halt auch feig
Mai 1st, 2007 at 20:16
Ich habe mir angewöhnt direkt damit raus zu gehen, Spruch anbringen, nett grinsen. Basta. Bloss nicht über wenn’s und aber nachdenken
Mai 6th, 2007 at 09:01
Also mein Papa, von dem ich diesbezüglich viel gelernt habe, hätte vermutlich gefragt, ob das Kleid so tief ausgeschnitten sei, oder die Dame über Brustbehaarung verfüge.
Mai 18th, 2007 at 19:25
*g*
Erstmal diskret n Foto mit der Handycam schießen und dann gezielt an alle männlichen Kollegen im Büro schicken – insbesondere an den Chef der Dame.
Schließlich wollen die Kollegen ja auch mal ablachen *rofl*
Is zwar nich gerade charmant, aber was solls – man(n) lebt nur einmal