Wie man die Unterklasse abschafft
Montag, 11. September 2006 geschrieben von Syberia“Alle bundesstaatlichen Sozialprogramme und Einkommensbeihilfen für die arbeitende Bevölkerung und die Alten sollten abgeschafft werden. Damit meine ich die allgemeine Kranken- wie auch Berufsunfähigkeits- und Arbeitslosenversicherungen, Abfindungen bei Entlassungen sowie Subventionen für den Wohnungsbau und den ganzen Rest. Lasst uns den Knoten durchschlagen, da wir ihn nicht lösen können. Wer es sich verdient hat, soll zu den Auserwählten zählen, die überleben, und wenn alle andern untergehen, dann ist das eben der Preis, den wir zahlen müssen.
(…)
Die Arbeitslosigkeit der Unterklasse liegt nicht am Mangel an Arbeitsplätzen oder mangelnder Ausbildung, sondern an ihrer Unfähigkeit, jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Ein Programm zur Schaffung von Wohneigentum? Der geringe Umfang an Wohneigentum liegt nicht an der Unmöglichkeit, von dem mageren Einkommen genug zu sparen, sondern daran, dass ihnen das Konzept des Sparens selbst fremd ist. Es ist schon alles versucht worden. Es funktioniert bei der Unterklasse nicht.
(…)
Die Bilder von New Orleans zeigen uns das Gesicht des eigentlichen Problems: das Gesicht der Plünderer, der Schläger, und die Gesichter der schwerfälligen Frauen, die nichts für sich selbst oder ihre Kinder tun. Das ist die Unterklasse.”

September 11th, 2006 at 13:26
ich weiß das ich mir damit keine freunde mache, aber ich sag es trotzdem. genau diese sorte mensch gibt es leider zu genüge. ich kenn einige die hartzIV bekommen und sich davon überhaupt nicht gestört fühlen. sie gehen halt noch n bissl nebenbei schwarz arbeiten und dann geht das schon gut. klar ist mir auch bewusst das nicht alle so sind, aber was soll denn der staat anstatt dem machen? ich mein die leute haben 11 euro am tag für nichts tun. wollt ihr mir jetzt echt erzählen das es in deutschland am unsozialsten überhaupt ist???
September 11th, 2006 at 13:34
Oh… von diesem sympathischen Zeitgenossen hat Albgardis aus dem Hartz IV-Blog also ihre “Weisheiten”.
September 12th, 2006 at 07:10
nun, hier sind wir ja noch nicht so weit, hier wird gerade mit Gewalt der Mittelstand abgeschafft, also die “Klasse” die hier für einige Stabilität sorgte.
September 12th, 2006 at 10:19
ach gott, manchmal hätte ich lust diesen leuten und auch denen die ausländer in zügen verfrachten und ausser landes schaffen wollen einfach in die fresse ….
September 12th, 2006 at 11:26
Nur ein Beispiel unter vielen: “Christo Großmann, Sozialhilfeempfänger aus Berlin, findet Hartz IV ganz okay. Schließlich könne es ja nicht sein, dass andere Arbeitslose mehr bekommen als er. Die würden ja auch nicht arbeiten. Der 36-Jährige wäre sehr wohl in der Lage zu arbeiten, hat aber “keinen Bock”. “Arbeitslos und Spaß dabei”, so sein Lebensmotto. Großmann konnte bisher von den Zuwendungen des Staates ganz gut leben. Dass er anderen damit auf der Tasche liegt, stört ihn nicht. Im Gegenteil. Und dass jetzt mit Hartz IV die Sanktionsmöglichkeiten der Arbeitsagenturen härter werden, hält er für keine Bedrohung. Er weiß wie man sich vor unerwünschten Arbeitsangeboten drücken kann.” http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/specials/74983/index.html
September 12th, 2006 at 11:30
“Als DJ und Mitveranstalter der Salsa-Abende ist er am Gewinn beteiligt. Wenn es gut läuft, verdient er 150 Euro pro Nacht. Von diesem Geld muss er allerdings noch die Leihgebühren für seine Anlage abziehen. Übrig bleiben circa 75 Euro – netto. Dem Arbeitsamt meldet er diese Nebentätigkeit nicht. “Ich ruf dort ja auch nicht an, wenn ich nichts mehr zu essen habe, also melde ich mich auch nicht, wenn ich Geld habe.” Sozialleistungen vom Staat kassieren und nebenbei arbeiten ohne es zu melden, dafür gibt es eine eindeutige Bezeichnung: Schwarzarbeit.” http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,2240856,00.html
September 12th, 2006 at 11:41
Da Sie ja Beispiele so lieben…
September 12th, 2006 at 12:13
Herr/Frau doesntmatter: Ich gehe noch weiter! Wahrscheinlich ist Herr Christo Grossmann (herrlicher Name übrigens) ganz heimlich Millionär!! Sind ja viele der Hartz IV Empfänger in Wirklichkeit. Die tun nur so, als ob es ihnen nicht gut geht, genau wie die Pappenheimer, die in Berlin in der U-Bahn betteln – und zu Hause haben sie nämlich goldene Wasserhähne… finanziert von den nicht gemeldeten 75 Euro netto durch Nebentätigkeiten. Pfui, kann ich da nur sagen, pfui!
September 12th, 2006 at 12:21
ja sicher, daheim im armani seiden schlafanzug fernsehen und dann noch schwarzarbeit. und eu 75 können mit dem richtigen insidertip an der börse im nu zu weiteren millionen werden!
so gesehen hat der ami schon recht, all diese dicken weiber die nicht auf ihre kinder aufpassen sind schuld!
September 12th, 2006 at 17:27
Klar doch, die Sozial-Schmarotzer, auch Arbeitslose genannt, sind schuld. An allem, also am Zustand des sozialen Systems, an ihrer Arbeitslosigkeit sowieso, der schwindenden Moral, am abnehmenden Einkommen der sog. Mittelklasse, am Schwinden der Mittelklasse selbst und an allem, was es sonst noch an Schwunderscheinungen in der Gesellschaft gibt. Und ALLE Arbeitslosen arbeiten nur deshalb nicht, weil sie dazu einfach keinen Bock haben und erfreuen sich statt dessen an Hartz-IV. Alles Schmarotzer, was sonst.
Doch ja, bei der überbordenden Anzahl von freien Stellen hierzulande muss ja jeder Blödel zu derart hyperintelligenten Schlüssen kommen. Oder vielleicht braucht der einfache Blödel wie schon so oft auch jetzt mal wieder seine armseligen Minderheiten, denen er das eigene frustrierende Dasein anlasten kann.
Sozial-Schmarotzer gab’s schon immer, auch zu Zeiten der sog. Vollbeschäftigung, und heute gibt es sie immer noch. Aber auch wenn dem nicht so wäre, was würde sich dann – heute – für alle anderen ändern?
Wäre dann plötzlich Arbeit da für alle, die gerne arbeiten würden? Genug Ausbildungsplätze, genug Arbeitsplätze sogar für “alte” Menschen ab 35? Gäbe es dann keine Massenentlassungen mehr, würden die Arbeitsplatzrationalisierungen rückgängig gemacht oder gestoppt? Wahrscheinlich werden diese Leute ja auch nur deshalb (massen)entlassen, weil sie in Wirklichkeit gar nicht arbeiten wollen!
Wann hat eigentlich diese groteske Art der Gehässigkeit angefangen, die darin besteht, den tatsächlich Leidtragenden an Umständen, die sie selbst nicht geschaffen haben und die sie in keiner Weise beeinflussen können, die Schuld für eben diese Umstände und die daraus resultierenden Zustände zuzuschieben?
Gehässig sein kann ich auch. Ich wünsche daher jedem Idioten, der sämtlichen Arbeitslosen unterstellt, selbst an ihrer Arbeitslosigkeit schuld zu sein, aus ganzem Herzen Dauerarbeitslosigkeit, ab sofort, Hartz-IV-Bezug mit ein bisschen Schwarzarbeit inklusive. Und viel Vergnügen damit, ihr Schmarotzer.
September 14th, 2006 at 23:14
> Wann hat eigentlich diese groteske Art der Gehässigkeit angefangen, [...] ?
Das ist schon länger her und hat Tradition.