Die unfähigste Geschäftsführerin Deutschlands
Dienstag, 24. Januar 2006 geschrieben von SyberiaGestern zum zweiten Mal vergeblich im Büro gewesen, denn es war wieder nichts da, womit ich arbeiten konnte. Noch einmal und das war es.
Die Chefin ist nicht mal in der Lage, einen PC hochzufahren: “Wissen Sie, wie das geht? Welchen Knopf muss ich da drücken?” oder mit einer Excel-Tabelle klar zu kommen: “Was sind das für komische Zeichen?” – “Das ist die Formel, die in dem Feld-…” – “Ups, jetzt ist es weg!” – “Drücken Sie mal die Undo-Taste…” – “Was soll ich drücken?” – “Die Taste, die alles rückgängig macht, da oben…” – “Ups, nun ist die ganze Tabelle weg! Und jetzt?”
Eine Mitarbeiterin, auf die ich unentschuldigt eine halbe Stunde warten musste, begrüßte sie fröhlich mit “Ach, da bist du ja, Süße.” Wenn sie nicht gerade Zuma spielte, quatschte sie ihrem Mann, der seit drei Wochen krank geschrieben und deshalb bei ihr “zu Besuch” war, die Ohren mit Nichtigkeiten voll. Ihre arme Sekretärin ist derart genervt, dass es mich nicht wundern wird, wenn sie die olle Schrappnelle demnächst unter dem Applaus aller Anwesenden aus dem Fenster schubst. Sich selbst nennt sie gern “Big Boss” und über ihrem Schreibtisch hängen Fotos von ihren Lieblingsmitarbeitern, den “Jung’s und Mädel’s”(man beachte das Apostroph).
Nicht zu fassen, wofür manche Leute Geld bekommen. Zum Glück ist das nur ein Übergangsjob, bis sich etwas Besseres findet, denn solch Inkompetenz in Reinkultur ist unerträglich. Die zwei Stunden meiner Anwesenheit habe ich mit dem Ausmalen finsterer Mordpläne verbracht.

Januar 24th, 2006 at 09:57
Ja, so manchmal möchte man schon …
Hier bei mir gibt’s aber natürlich nur ganz tolle Scheffs.
Januar 24th, 2006 at 10:12
Herr A. hat da auch Glück und ich bisher auch. Mit der einzigen Ausnahme (das war noch in Studententagen) hatte ich zum Glück nicht viel zu tun. Die Dame pflegte alle paar Wochen cholerische Anfälle zu bekommen und mit Beleidigungen um sich zu werfen, die ich hier nicht wiederholen möchte. Anschließend tat es ihr leid, sie entschuldigte sich und spendierte eine Tafel Schokolade – bis zum nächsten Mal. Fairerweise sollte noch erwähnt werden, dass, als ein Mitarbeiter einmal zurück schrie, sie als “altes Suppenhuhn” beschimpfte und sich am darauf folgenden Tag mit Pralinen entschuldigte, sie seine Abmahnung wieder aus der Personalakte löschte.
Januar 24th, 2006 at 12:16
Da erhebt sich wieder die Frage, ob eine Firme funktioniert WEIL oder TROTZDEM der/die Chef(in) mitarbeitet.
(Quintessenz jahrelanger Erfahrungen)
Januar 24th, 2006 at 12:46
machen Sie einen Krimi draus.
ich hatte mal Gartennachbarn: so einen hässlichen Typen der ein Reitpferd auf amerikanisch dressierte, alberne Hüte trug, sich für einen tollen Frauentyp hielt, schallend laut das dümmste Zeug lallte und über sich selbst lachte wie eine Hyäne.
Da hatte ich jedes Wochenende einen neuen Krimi im Kopf.
(“Mord an der Koppel”)
Januar 24th, 2006 at 14:33
“Nur das Pferd war Zeuge”.
“Der Lasso-Mörder”.
“Not-Ok-Corral”.
“Unter die Hufe gekommen”.
“Der Hut auf dem Zaunpfahl”.
“Sag mir, wo der Cowboy ist”.
“Sein letzter Ritt”.
“Die Krähen warten schon”.
Januar 24th, 2006 at 19:16
Was ist das denn für ein Pussy-Laden? Zuspätkommen, Gruppenkuscheln?
Januar 25th, 2006 at 13:19
danke. herrliche Titel. Zu seinem Glück hat er sich dann woaanders eine Koppel gemietet.
Januar 26th, 2006 at 17:24
Also bei uns gabs Märchen. Mit eitlem unfähigen König, lautem Hofnarr, … Vorsicht, sowas macht süchtig.
btw: meinereiner-ag rulz!