Wilde Weihnachtsträume

Donnerstag, 22. Dezember 2005 geschrieben von Syberia

Meine Eltern wollen ihr Haus verkaufen und sich eine kleine Wohnung nehmen. Wir gehen ins Kloster, um einen Blick auf die dortigen Immobilienanzeigen zu werfen. (Klar, wohin sonst, etwa zu einem Makler?) Vorher bindet meine Mutter mir noch eine riesige, rot-goldene Weihnachtskugel mit einer riesigen goldenen Schleife um den Hals.

Auf dem Flur steht eine Nonne auf einer Leiter (nein, man kann ihr nicht unter den Rock linsen) und schmückt mit Hingabe einen Adventskranz, der unter der Decke hängt. Sie verlangt meine Kugel. Ich gebe sie ihr und sie will sie unbedingt bezahlen. Ich sage ihr, ich wüsste nicht, wie viel ich dafür nehmen solle – 2,32 € vielleicht? (2,32 €? Und wieso weiss ich das heute morgen noch?)

Sie reicht mir einen kleinen, in Leder eingebundenen Prospekt, in dem verschiedene Weihnachtskugelmodelle wie Reliquien angepriesen werden. Die Preise sind horrend. Ich sage ihr, dass ich die Dinger unverhältnismässig teuer finde und sie erwidert, es wären doch elf Monate Zeit, um darauf zu sparen. Sie brauche meine Kugel unbedingt, da der Kranz sonst nicht ordnungsgemäß geschmückt werden könne und schiebt mir dafür einige Scheine und ein paar Münzen über die Ladentheke. (Die Theke? Welche Theke? Und wo kommt auf einmal der ganze Laden her?)

Plötzlich stehen meine Eltern neben mir. Mein Vater erregt sich darüber, dass ich das restliche Geld nicht genommen habe, während meine Mutter auf ein Taschnentuch spuckt und… ich wache auf!

Das war knapp.

3 Antworten to “Wilde Weihnachtsträume”

  1. kelef Says:

    ruhig hinsetzen, tief durchatmen, und ommmmmm …

  2. ichichich Says:

    Da haben Sie aber was tolles verpasst

  3. schmerles Says:

    ich werde auch immer vorher wach