Gibt ja immer welche
Samstag, 26. November 2005 geschrieben von Syberia… die sich bei Schnee aufregen über jene, die vorsichtig, heißt langsam fahren und selbst mit Sommerreifen weiterheizen wie gewohnt. Lest das:
“Seit Tagen vorhergesagt, doch für manche immer noch überraschend, kam der erste großflächige Schnee auch im Tiefland. Dabei gab es auf Straßen einige hundert Unfälle, bei dem auch ein Mensch ums Leben kam. Sonst gab es größtenteils Blechschaden. Dabei sind Wintereinbrüche im November nichts außergewöhnliches.
Allerdings scheinen sich Autofahrer immer mehr auf Technik und Unabhängigkeit zu verlassen. Falls es bei diesen, doch relativ niedrigen Neuschneemengen von 3 bis 10 cm schon solche Probleme gibt, wie sieht es dann bei etwa 50 cm Neuschnee aus? Diese Frage sollte sich eigentlich von selbst beantworten, denn die physikalischen Gesetzmäßigkeiten sind logisch und nachvollziehbar.
Falls Schnee, also gefrorenes Wasser, auf den Boden fällt, bleibt er bei Temperaturen unter 0 Grad liegen. Fährt nun ein Fahrzeug darüber (kann auch ein Fußgänger sein), so taut aufgrund des Druckes auf dem Schnee und der damit verbundenen Temperaturerhöhung der Schnee teils zu Wasser. Ein Wasserfilm legt sich über die Kontaktfläche Boden und Reifen oder Schuh. Dieser Wasserfilm ist nicht haftend, deshalb rutscht man darauf aus. Über Reifen oder Schuhwerk versucht man, das Wasser größtenteils zur Seite zu drängen, damit eine Haftung besteht.
Das geht aber nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit oder Hangneigung. Gerade bei Temperaturen etwas unter 0 Grad ist dieser Effekt besonders effektiv. Bei Temperaturen etwa unter minus 8 Grad reicht die Temperaturerhöhung nicht mehr zur Erzeugung des Wasserfilms aus. Der Schnee ist deshalb griffiger. Nebenbei bemerkt, Streusalz hat auch nur begrenzte Wirkung. Bei Temperaturen unter minus 10 Grad ist die Gefrierpunktserniedrigung je nach Salinität (Salzgehalt) stark eingeschränkt und geht in noch kälterer Luft ganz verloren.
Also aufgepaßt bei tiefen Temperaturen und feuchten oder schneebedeckten Straßen. Denn auch in den nächsten Tagen bleibt es relativ kalt.” (www.allewetter.de)


November 26th, 2005 at 14:12
“Ich hab doch ASB” und blablabla und was weiss ich noch alles, sagte er, nachdem er mein Auto zum Totalschaden zusammengelegt hatte.
Auf schneeglatter, ungestreuter, für Fahrzeuge ohne Ketten – er hatte keine – gesperrter Strasse.
Und war zu Tode beleidigt, als ich ihm sagte, den ganzen technischen Schnickschnack hätte er sich durch ein bisserl Hirn sparen können.
Fahren ist im Winter keine Kunst; solang man es “derbremst”.
November 26th, 2005 at 14:47
Ach was sollen die ganzen tollen Tips und Hinweise. Die helfen ja auch nicht mehr wenn man an einem Verkehrsunfall teilnimmt.
Zum Glück gibts ja hier keine Berge und es taut fleißig.
November 26th, 2005 at 21:46
Wir haben den heutigen Tag komplett auf der Autobahn verbracht. Keine Ahnung an wie vielen steckengebliebenen Autos und LKWs wir vorbei gefahren sind. Für 300 Kilometer haben wir sechs Stunden benötigt. Gute Nacht, ich geh’ jetzt schlafen.
November 27th, 2005 at 00:07
Mein Beileid. Habe im TV was davon gesehen. Hier war alles normal …
November 27th, 2005 at 05:17
Danke. Ja, ab Hessen lag (zum Glück) kaum Schnee. 90% der Leute in NRW waren übrigens mit Sommerreifen unterwegs…
November 27th, 2005 at 09:56
Wird ja vielleicht bald verboten. Dann darf man die Leute öffentlich mit Katzenscheisse beschmeissen …
November 28th, 2005 at 19:15
Ganz NRW fährt mit Sommerreifen und ich war mit Herrn Supatyp und Winterreifen mitten drin.
November 28th, 2005 at 19:27
Vorgestern noch mit einer Freundin diskutiert, sie meint sie bräuchte keine, sie hätte ja in den letzten Jahren keinen Unfall gehabt.