Klassenk(r)ampf

Dienstag, 25. Oktober 2005 geschrieben von Syberia

Noch immer geht die Schule von Schülern aus, die zu Hause sowohl lernen, Deutsch zu sprechen als auch stillzusitzen. Das jedoch ist häufig nicht mehr der Fall. Auf diese soziale Veränderung sind Lehrer häufig nicht eingestellt.

“Als Erziehungswissenschaftler 2004 die Leistungen von Hamburger Viertklässlern testeten, fanden sie Lernunterschiede von bis zu drei Jahren – zwischen Parallelklassen derselben Schule. »Da ist doch nicht verwunderlich, dass Väter und Mütter der Schule skeptisch gegenüberstehen«, sagt die langjährige Elternvertreterin Renate Hendricks.”

“Man kann das Desinteresse vieler Eltern kritisieren und sollte sie zu ihrer Mitverantwortung für die Bildung mahnen. Die Wege für eine bessere Zusammenarbeit muss jedoch die Schule weisen. »Sie hat die Bringschuld«, sagt Sacher.”

2 Antworten to “Klassenk(r)ampf”

  1. schmerles Says:

    Ich war kürzlich auf einer “schulischen Veranstaltung” (Grundschule). Nachdem eine Rede offensichtlich länger als erwartet wurde, wurden zuerst die Eltern unruhig, die Väter wie die Mütter. Erst dann, mit Abstand, die Kinder. So einem Unruheherd, der mich nach der Rede anposaunte, na was war das langweilig, habe ich gesagt, wenn das nicht die Eltern können, mal eine viertel Stunde ruhig sitzen bleiben und zuhören, wie sollen es die Kinder lernen.

  2. Syberia Says:

    Sehr höflich gegenüber dem Redner, der Arbeit und Mühe aufgewendet hat…

    Ich möchte lieber nicht wissen, wie wenig Kindern abends etwas vorgelesen wird oder mit mit wenigen Kindern regelmäßig gespielt wird oder spazieren gegangen. Bei den meisten Familien läuft ständig nebenher der Fernseher und wenn die Leute dann auch mal davor sitzen und gucken, wird parallel dazu Gameboy gespielt oder Zeitschriften gelesen.